Ökosystembasierter Pflanzenschutz

Ökosystembasierter Pflanzenschutz für den Gemüsebau

Der Klimawandel stellt den Gemüsebau vor neue Herausforderungen im Pflanzenschutz. Steigende Temperaturen können die Entwicklung und Vermehrung von Schaderregern wie Blattläusen, Kohlfliegen und anderen Insekten beschleunigen. Gleichzeitig wächst der Anspruch, den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln deutlich zu reduzieren und nachhaltige Alternativen für die Praxis zu entwickeln.

Im Projekt werden neue, ökosystembasierte Pflanzenschutzstrategien für den Freilandgemüsebau in Brandenburg untersucht. Im Mittelpunkt stehen biologische Maßnahmen wie der gezielte Einsatz von Nützlingen und natürlichen Gegenspielern sowie Anbausysteme, die die biologische Vielfalt fördern und natürliche Regulationsprozesse unterstützen. Dazu werden unter anderem Mischkulturen mit ausgewählten Begleitpflanzen erprobt, um Synergieeffekte zwischen Pflanzenvielfalt und Schädlingskontrolle zu nutzen.

Die entwickelten Ansätze werden unter regionalen Bedingungen getestet und in bestehende ökologische Anbausysteme integriert. Ziel ist es, robuste und praxisnahe Lösungen für einen wirksamen Pflanzenschutz mit reduziertem Pestizideinsatz zu schaffen. Die Ergebnisse sollen nicht nur den ökologischen Gemüsebau unterstützen, sondern auch Impulse für integrierte und konventionelle Produktionssysteme liefern.